Steffen Wicht von Autoplus hat über das Netzwerk seine Auszubildenden Jonathan und Richard gefunden – eine weitere Erfolgsgeschichte aus unserem ARRIVO-Projekt.
Herr Wicht, Sie haben zwei Auszubildende vom Netzwerk vermittelt bekommen. Wie ist Ihr Eindruck von den beiden bisher?
Sehr gut, wir sind wirklich froh, Jonathan und Richard bei uns zu haben. Beide sind immer gut drauf, haben ein Lächeln auf den Lippen und sind eigentlich schon vollwertige Mitglieder im Team. Die Eigeninitiative liegt bei hundert Prozent, und man merkt, dass sie dankbar sind, hier zu sein.
Beide haben zum 1.9. eine Ausbildung begonnen, aber schon vorher bei Ihnen reingeschnuppert, richtig?
Ja, genau. Richard ist jetzt schon neun Monate bei uns durch eine EQ (Einstiegsqualifizierung). Jonathan hat in den sechs Wochen vor Beginn seiner Ausbildung ein Praktikum gemacht. So findet man einfach heraus, ob es auf beiden Seiten passt, bevor man in einen Ausbildungsvertrag investiert.
Wie kam der Kontakt genau zustande?
Beide wurden uns über Herrn Timmermann vom Netzwerk vermittelt. Der meinte, er hätte ein, zwei Leute, die gerne in diese Branche wollten. Da waren wir sofort offen dafür – das waren wir immer schon. Über die Jahre haben wir schon mehrere Leute aus dem Netzwerk Großbeerenstraße bei uns ausgebildet.
Gleichzeitig werden die beiden durch das ARRIVO-Projektteam begleitet. Wie nehmen Sie diese Unterstützung wahr?
ARRIVO fragt regelmäßig nach dem Stand. Außerdem besuchen Jonathan und Richard Deutschkurse und bekommen Unterstützung bei persönlichen Themen. Und auch ich habe immer einen festen Ansprechpartner, den ich jederzeit anrufen kann. Zum Glück hatten wir bisher keine Sorgen.
Richard kommt aus Venezuela, Jonathan aus Burkina Faso – wie klappt das mit der Sprache?
Beide haben noch Barrieren, aber das ist kein Hindernis für die Zusammenarbeit. Sie sind wirklich gewillt, Deutsch zu lernen, und bekommen dafür wie gesagt regelmäßig Unterstützung über das Netzwerk. Wir als Firma stellen eine Stunde Arbeitszeit pro Woche dafür frei, die Mitarbeiter selbst investieren noch mal eine Stunde aus ihrer Freizeit. Beide sind außerdem im Mentoring-Programm des Netzwerkes, vor allem zur Prüfungsvorbereitung.
Wie würden Sie die Erfahrung insgesamt zusammenfassen?
Rundum sehr erfolgreich. Die beiden sind extrem motiviert und bringen genau die Eigeninitiative mit, die heute schwer zu finden ist. Es gibt nichts Schöneres, als Mitarbeiter zu haben, die wirklich wollen – und nichts Schlimmeres als einen Azubi ohne Bock. Aktuell ist es generell schwer, über die üblichen Wege noch Leute für einen handwerklichen Beruf zu begeistern, die meisten steuern heute in andere Richtungen. Insofern ist das Netzwerk für uns nicht nur nett, sondern fast notwendig durch seine Vermittlungsarbeit.
Herr Wicht, vielen Dank für das Gespräch!
Hier geht es zu weiteren ARRIVO-Erfolgsgeschichten:
www.netzwerk-grossbeerenstrasse.de/ich-habe-dank-arrivo-meinen-traumjob-gefunden.html
www.netzwerk-grossbeerenstrasse.de/ich-wollte-mir-immer-etwas-eigenes-aufbauen.html
www.netzwerk-grossbeerenstrasse.de/zeugnisse-spiegeln-nicht-wider-was-in-jugendlichen-steckt.html
Und hier zu einem anderen Unternehmer-Interview:
https://www.netzwerk-grossbeerenstrasse.de/zeugnis...
Bild (v.l.n.r.): Jürgen Timmermann, Jonathan, Richard, Steffen Wicht